Die Schufa untersucht jährlich die Kreditlandschaft in Deutschland. Ein Ergebnis der 2025er-Studie: Kleinkredite werden immer beliebter, am stärksten wachsen sie in der mittleren Altersgruppe.

Jedes Jahr veröffentlicht die Schufa ihren "Risiko- und Kredit-Kompass". In der 2025er-Ausgabe geht sie dabei insbesondere auf die Rolle von Kleinkrediten – auch Buy Now, Pay Later genannt – ein.
Kleinkredite: Wachstum weiter ungebrochen
Ein Kleinkredit ist für die Schufa jeder Ratenkredit mit einer Höhe von unter 1.000,‑ €. Um die Entwicklung der Kleinkredit-Nutzung in Deutschland zu messen, verwendet die Schufa folgende Kennzahl: Wie viele laufende Kleinkredite existierten jeweils zum Jahresende?
Die Daten von 2020 bis 2024 zeigen dabei ein klares lineares Wachstum – und lassen auch keine Anzeichen von Sättigung erkennen. Während zum Jahresende 2020 in Deutschland "nur" 1,3 Mio. laufende Kleinkredite existierten, waren es zum Jahresende 2024 bereits 3,8 Mio. – fast drei Mal so viele.
Auch der Vergleich von neu abgeschlossenen Ratenkrediten unterhalb und oberhalb der 1.000,‑ € Grenze ist interessant: 2024 war das erste Jahr, in dem das Verhältnis praktisch bei 50:50 lag: Der Anteil der Kleinkredite an allen Ratenkrediten lag mit 49,8% praktisch gleichauf mit den restlichen Krediten. 2020 lag er gerade mal bei 20,4% – nur einer von fünf Ratenkrediten war damals "Buy Now, Pay Later".
Schufa: Größtes BNPL-Wachstum bei den 35-44-Jährigen
Ein Blick auf die Demographie zeigt, in welcher Altersgruppe die Nutzung von Kleinkrediten besonders stark zunimmt:
- Bei Menschen in Deutschland zwischen 35 und 44 Jahren war der Anstieg am höchsten.
- Es folgen die 18-34-Jährigen – auch bei ihnen nimmt die Nutzung von BNPL zu, wenn auch weniger stark.
- In älteren Altersbereichen ist lt. Schufa kein Wachstum zu erkennen, teilweise sogar ein leichter Rückgang.