Kreditkarten-Wiki A

Alle wichtigen Kreditkarten-Begriffe, die mit „A“ beginnen:

Abrechnungszeitraum

Zeitraum zwischen zwei Kreditkartenabrechnungen
Der Abrechnungszeitraum bezeichnet den Zeitraum zwischen zwei Kreditkartenabrechnungen. Der Begriff betrifft nur Charge Cards und Credit Cards (letztere werden häufig auch als "richtige" Kreditkarten bezeichnet). Bei Prepaid- oder Debitkarten gibt es keinen Abrechnungszeitraum, da einzelne Käufe oder Einkäufe unmittelbar vom Konto bzw. vom Guthaben der Karte abgebucht werden. Üblicherweise beträgt der Abrechnungszeitraum jeweils 1 Monat – es gibt (allerdings eher selten) auch Karten mit längeren Abrechnungszeiträumen. Wenn Sie eine Kreditkarte mit einem langen Abrechnungszeitraum suchen, dann lesen Sie unseren Test der Consors Finanz Mastercard – hier ist auch ein dreimonatiger Abrechnungszeitraum möglich. Wann beginnt der Abrechnungszeitraum? Der Abrechnungszeitraum kann, muss aber nicht mit dem Kalendermonat übereinstimmen. Kreditkartenherausgeber regeln das unterschiedlich. Oftmals beginnt der Abrechnungszeitraum schlicht und ergreifend an dem Tag, an dem die Kreditkarte ursprünglich beantragt bzw. genehmigt wurde. Der "Stichtag" im Monat für die Fälligkeit der Kreditkartenabrechnung ist damit dann dauerhaft festgelegt. Wenn Sie Ihren Abrechnungszeitraum ändern möchten (beispielsweise, weil Sie es gerne hätten, dass der Lastschrifteinzug Ihrer monatlichen Kreditkartenrechnung immer ein paar Tage nach Ihrem Gehaltseingang vorgenommen wird), dann wenden Sie sich an Ihren Kreditkartenherausgeber. Zwar bieten nicht alle diese Funktion an, aber Fragen kostet bekanntlich nichts.

Airport-Lounge

siehe Flughafen-Lounge

Akzeptanzstelle

Ort (z.B. ein Geschäft), an dem man mit einer bestimmten Kreditkarte zahlen kann
Wenn man im Zusammenhang mit Kreditkarten von einer Akzeptanzstelle spricht, dann meint man damit einen Ort, an dem man mit einer bestimmten Karte bezahlen kann. Tipp: Das holprige Wort "Akzeptanzstelle" einfach gedanklich durch "Händler" ersetzen – dann wird die Sache gleich viel verständlicher. Denn eine Akzeptanzstelle ist in den allermeisten Fällen genau das: Ein Händler, bei dem man mit der Karte bezahlen kann – also z.B. ein Geschäft, Dienstleister, Restaurant, Hotel, und so weiter. Je mehr Akzeptanzstellen die Kreditkarten eines bestimmten Kreditkartenanbieters (z.B. Visa, Mastercard, etc.) akzeptieren, desto nützlicher ist die Kreditkarte für Karteninhaber. Kreditkartenanbieter sind daher ständig bemüht, so viele Akzeptanzstellen zu wie möglich für Ihre Karte bzw. für ihr Zahlungsnetzwerk zu gewinnen. Im besten Fall ist das Akzeptanzstellen-Netz flächendeckend (oder zumindest praktisch flächendeckend).

Amazon

Weltgrößter Online-Händler; gibt in Deutschland eine Visa-Kreditkarte mit Cashback aus
Amazon ist der weltgrößte Online-Versandhändler. 1994 gegründet macht der Konzern mittlerweile einen globalen Umsatz von über 500 Mrd. US-Dollar jährlich. Im Zusammenhang mit Kreditkarten ist Amazon in Deutschland relevant, da das Unternehmen hierzulande mit der Amazon Visa eine eigene Kreditkarte herausgibt. Da Amazon selbst keine Bank ist, gibt das Unternehmen die Kreditkarte nicht direkt heraus, sondern in Kooperation mit der Openbank, die wiederum zur Santander-Gruppe. Die Openbank bietet in Deutschland – auch (aber nicht nur) unter der Marke Zinia – verschiedene Direktbanking-, Finanz- und Finanzierungs-Dienstleistungen an. Die Openbank ist also die Bank, mit der man es als Inhaberin bzw. Inhaber der Amazon Visa Kreditkarte zu tun hat – etwa bei Kommunikation mit dem Kundenservice. Die Geschichte der Amazon Kreditkarten Die Amazon Visa Kreditkarte ist nicht die erste Kreditkarte von Amazon auf dem deutschen Markt. Lange Zeit gab es eine Vorgängerkarte, die in Kooperation mit der LBB herausgegeben wurde. Im Sommer 2023 wurde das Ende der Kooperation angekündigt, Kunden wurden nach und nach informiert. Im Spätsommer 2024 wurde dann die neue Kooperation mit der Openbank bekannt gegeben.

American Express

Weltweit bekannte Kreditkartenmarke (oft auch "Amex" genannt)
American Express ist der weltweit drittgrößte Kreditkartenanbieter nach Visa und Mastercard. Eine oft gebräuchliche Abkürzung für American Express ist "Amex" (oder auch: "AmEx"). Der weltweite Marktanteil von American Express beträgt etwa 4,5% (Stand 2022). Im Vergleich dazu haben Visa (39%) und Mastercard (24%) deutlich höhere Marktanteile. Dennoch hat American Express sehr hohe Markenbekanntheit – denn Amex gilt allgemein als besonders exklusiv. Die Geschichte von American Express American Express wurde 1850 in den USA gegründet, also über 100 Jahre vor Visa und Mastercard. Kreditkarten gab es damals aber natürlich noch gar nicht – American Express war ein Transport- und Logistik-Unternehmen; vergleichbar quasi mit heutigen Firmen wie DHL, UPS oder General Overnight (GO! Express). Im Rahmen der amerikanischen Expansion in den Westen erwarb sich American Express einen guten Ruf als zuverlässiger Eilzustellungs-Dienstleister. So erklärt sich auch der Name der Marke. 1857 stieg American Express in die Finanzbranche ein, indem nicht mehr nur Waren und Korrespondenz transportiert wurden, sondern auch Zahlungsaufträge ("money orders"). Ab 1891 wurden auch Reiseschecks ausgegeben. 1957 stieg American Express ins Kreditkartengeschäft ein – inspiriert durch den Erfolg der Diners Club Kreditkarte, die einige Jahre zuvor erfolgreich den Markt betreten hatte. American Express stellt sich dabei von Anfang an im Premiumsegment auf: Während die Diners Club Karte eine Jahresgebühr von 5,- US-Dollar hatte, verlangte American Express 6,- Dollar. American Express war auch die erste Firma, die Kreditkarten aus Plastik (und mit Hochprägung der Kartennummer bzw. des Namens des Inhabers) herausgaben. Zuvor waren Kreditkarten schlicht aus Papier.

American Express Centurion Card

Schwarze Kreditkarte von American Express; exklusivste Kreditkarte der Welt
Die American Express Centurion Card gilt als die exklusivste Kreditkarte der Welt. Sie ist schwarz, besteht aus eloxiertem Titan, ist nur auf Einladung erhältlich und hat kein Kreditkartenlimit. Da das Design der Karte schwarz ist, wird sie häufig auch einfach als "Black Card" bezeichnet. In Deutschland ist auch der umgangssprachliche Ausdruck "Schwarze Mamba" bekannt. Geschichte der Centurion Card In ihrer heutigen Form gibt es die Amex Centurion seit 1999. Ihre Entstehungsgeschichte (und die Geschichte ihres Mythos) reicht jedoch weiter zurück: In den 80er Jahren unterhielt American Express ein mehrjähriges Testprogramm für eine neue, sehr exklusive Kreditkartenvariante. Nur eine kleine Anzahl ausgewählter wohlhabender Kunden nahm an dem Test (auf Einladung) teil. Das Design der Testkarten war schwarz. Die Testkarte bot zahlreiche exklusive Besonderheiten, wie etwa umfassenden Flughafen-Lounge-Zugang, zahlreiche exklusive Inklusiv-Mitgliedschaften, ein sehr umfassendes Versicherungspaket und einen rund um die Uhr erreichbaren Assistenz-Service mit einem persönlichen Ansprechpartner. Aus dem Test ging schlussendlich die Platin-Karte von American Express hervor; die Testphase mit der schwarzen Karte wurde beendet. Obwohl der Test nicht öffentlich bekannt war (oder vielleicht auch gerade deshalb), hatte sich zwischenzeitlich ein gewisser Mythos um eine mysteriöse schwarze Kreditkarte gebildet, die angeblich nur einer kleinen, exklusiven Kundengruppe zur Verfügung stehen sollte. Auch wenn American Express den Test längst eingestellt hatte, rankten sich auch über ein Jahrzehnt später noch immer Gerüchte um die Existenz einer hochexklusiven schwarzen Amex. Es war wohl dieser (unabsichtlich?) geschaffene Mythos, der American Express zu dem Entschluss führte, tatsächlich eine schwarze Kreditkarte anzubieten, die hinsichtlich ihrer Exklusivität noch oberhalb der Amex-Platin-Karte stehen sollte. Und so wurde eine solche Karte 1999 unter der Bezeichnung "Centurion Card" eingeführt – das ikonisch gewordene schwarze Design der früheren Testphase wurde beibehalten. Wie jede American Express Kreditkarte ist auch die Amex Centurion eine Chargekarte. Wie bekommt man eine Amex Centurion Card? Die Centurion Card ist ausschließlich auf Einladung erhältlich. Man kann sie also nicht selbst bestellen oder beantragen. Vielmehr muss man zunächst Inhaberin oder Inhaber einer American Express Platin-Karte sein. Erfüllt man bestimmte Bedingungen, kann man von American Express eine Einladung für eine Centurion Card erhalten. Obwohl die Centurion Card nicht aktiv bestellt werden kann, ist es seit geraumer Zeit möglich, bei American Express um "Berücksichtigung" zu bitten. Allerdings spricht das Unternehmen zuletzt offenbar eher weniger Einladungen aus als in den Jahren zuvor (mehr dazu in untenstehender FAQ-Liste). Welche speziellen Leistungen bietet die Centurion Card? Eine Liste mit den genauen Vorteilen und Sonderleistungen der Centurion Card ist nicht öffentlich. Bekannt ist aber, dass die Karte – grob vereinfacht – alle Leistungen der Amex Platinum Card enthält, diese allerdings in einer teilweise noch deutlich exklusiveren Ausführung. Während beispielsweise bei der Amex Platinum weltweiter kostenfreier Flughafen-Lounge-Zugang mittels des "Priority Pass"-Programms inbegriffen ist, können Inhaber der Centurion Card dabei jeweils zwei Gäste mitbringen, die dann ebenfalls kostenfreien Zugang erhalten. Überhaupt spielt das Thema Reisen und Flughäfen bei den Leistungen der Centurion Card eine große Rolle: So ist an den meisten internationalen Flughäfen die kostenfreie Nutzung eines "Off-Terminal"-Zugangs zum Flugzeug möglich: Check-In und Sicherheitskontrolle werden (ggf. mit Gästen) in einem separaten Bereich des Flughafens quasi "privat" durchgeführt, anschließend wird man per Limousine zum Flugzeug gefahren. Zudem heißt es, dass der Assistenz-Service der Centurion Card außergewöhnlich sein soll. Ein persönlicher Ansprechpartner ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar und kümmert sich um die individuellen Wünsche der Karteninhaberin bzw. des Karteninhabers. Ob es um die Reservierung eines Tischs in einem normalerweise auf Monate ausgebuchten Restaurant geht, um die individuelle Buchung und kleinteilige Organisation einer Reise, um die Organisation der schnellsten und bestmöglichen medizinischen Versorgung an praktisch jedem Ort der Welt, oder schlicht um eine Liste mit Vorschlägen, Empfehlungen und Buchungen von Aktivitäten an einem bestimmten Ort oder in einer bestimmten Stadt – der "Centurion Concierge"-Service gilt als exzellent. Woher kommt der Name "Centurion Card"? "Centurion" bezieht sich auf die Wappenfigur von American Express: Ein römischer Zenturio (Kommandant einer Hundertschaft). Die klassizistische Strichzeichnung der Figur ist das Emblem des Unternehmens seit 1951 – wenige Jahre bevor Amex ins Kreditkartengeschäft einstieg. Bis heute ist das Abbild des Zenturios, der mit zuversichtlichem Blick in die Ferne schaut, auf jeder Amex-Karte abgebildet. Die Entscheidung von American Express, seine exklusivste Kreditkarte nach dieser ikonischen Figur zu benennen, wirkt passend und angemessen. Häufige Fragen zur Centurion Card Was ist die American Express Centurion Card ("Black Card")? Die American Express Centurion Card (auch "Black Card" genannt) ist die exklusivste Kreditkarte von American Express, und wohl überhaupt die exklusivste Kreditkarte der Welt. Sie ist nur auf Einladung erhältlich – für Kunden mit beträchtlichen jährlichen Kreditkartenumsätzen. Wie viele Personen haben eine Centurion Card? Die genaue Zahl von Inhaberinnen und Inhabern einer Amex Centurion Card ist nicht bekannt – American Express kommuniziert diese Information nicht öffentlich. Es wird angenommen, dass es in den USA ungefähr 20.000 Personen gibt, die eine Amex Centurion haben; darüber hinaus noch einmal ca. 80.000 Personen weltweit. Was sind die Voraussetzungen für eine Amex Centurion? Die genauen Voraussetzungen für eine Einladung sind nicht bekannt. Ein wichtiges Kriterium ist sicherlich die Umsatzhöhe; derzeitige Vermutungen und Erfahrungsberichte bewegen sich in einem Bereich von mindestens 500.000,- bis 1 Mio. USD Jahresumsatz; es gibt jedoch offenbar auch zahlreiche Amex-Kunden, die sich in diesem Bereich bewegen, dennoch aber keine Einladung erhalten. Sicher scheint, dass die Grenze für eine Einladung in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich gestiegen ist. Als die Karte relativ neu war, galt ein Jahresumsatz von 250.000,- $ als erforderliche Grenze, ab der man eine Einladung in den Kreis der Centurion-Inhaber erhalten konnte. Auch scheinen die Voraussetzungen sich von Land zu Land zu unterscheiden. Der oben genannte Mindestumsatz (mindestens 500.000,- $, besser 1 Mio.) bezieht sich auf die USA. In anderen Ländern, auch in europäischen, scheint ein niedrigerer Jahresumsatz im unteren 6-stelligen Bereich "ausreichend" zu sein. All diese Zahlen sind jedoch rein spekulativ und fußen auf vereinzelten Erfahrungsberichten von Centurion-Inhabern, die die Höhe ihrer Vorjahres-Umsätze bekannt gemacht haben, um Interessierten einen ungefähren Richtwert zu geben. Bemerkenswert ist, dass Amex nicht allein auf die Höhe der Kartenumsätze zu achten scheint, sondern vor allem auch darauf, dass ein gewisser Mindest-Anteil dieser Ausgaben erkennbare (private) Luxus-Ausgaben sind – also z.B. exklusive Urlaube, Unterkünfte, teure Restaurants, Designer-Kleidung und sonstige Luxusartikel. Amex scheint anhand dieser Daten auf den Lebensstil potenzieller Centurion-Kandidaten zu schließen. Es wird angenommen, dass dahinter folgende Überlegung steckt: Für American Express sind die Inhaber einer Centurion Card nicht bloß "zahlende Kunden", sondern vor allem: Markenbotschafter. Kunden mit einem extravaganten Lebensstil, die ihre Schwarze Amex im richtigen (d.h. finanzstarken) sozialen Umfeld zücken, sind für das Unternehmen wertvoller als Personen, die einfach die Geschäftsausgaben ihres mittelständischen Betriebs über die Karte laufen lassen. Beobachter haben in den letzten Jahren festgestellt, dass es eher wieder schwieriger zu werden scheint, eine Einladung zu erhalten. Es wird angenommen, dass American Express verhindern will, dass ihre exklusivste Premium-Kreditkarte die Aura des Besonderen verliert, wenn sie zu häufig "in der freien Wildbahn" auftaucht. Amex ist sich der besonderen "Legende" um die Centurion Card und ihrer speziellen Wirkung offensichtlich bewusst – und scheint derzeit zu versuchen, ihren Mythos durch künstliche Verknappung zu verstärken. Welche Jahresgebühren hat die American Express Centurion Card? Auch wenn die Amex Centurion nur auf Einladung erhältlich ist, heißt das nicht, dass sie gebührenfrei wäre. Aktuell liegt die Jahresgebühr bei 5.000,- US-Dollar (bzw. 5.000,- € für Inhaber in der Euro-Zone). Hinzu kommt eine einmalige Initialisierungs-Gebühr in Höhe von 10.000,- $ (bzw. €). Wir haben übrigens einen Blick in den offiziellen Kreditkartenvertrag der American Express Centurion werfen können: Kurioserweise ist für verspäteten Ausgleich der Kreditkartenabrechnung (bzw. für die Nichteinlösung einer Lastschrift) eine Gebühr in Höhe von 39,- US-Dollar vorgesehen. Aus welchem Material ist die Amex Centurion? Die schwarze Amex Centurion ist "traditionell" aus eloxiertem Titan (mit Edelstahl-Akzenten), in das der Name des Inhabers und die Kartennummer per Laser eingraviert sind. Lange Zeit wirkte sie daher haptisch wie eine Metall-Karte. In ihrer aktuellsten Ausführung ist das Titan jedoch mit einer Plastik-Schicht überzogen. American Express gibt an, dass dies erforderlich geworden sei, um kontaktlose Zahlungen reibungslos zu ermöglichen. Was bedeutet es, dass die Centurion Card "kein Limit" hat? Normale Kreditkarten haben ein bestimmtes Limit, bis zu dem innerhalb eines Abrechnungszeitraums Ausgaben auf die Karte gebucht werden können. Die Amex Centurion hat kein solches Limit. Mit der Karte kann somit jede denkbare Ausgabe bezahlt werden – rein theoretisch also auch z.B. ein Privatjet oder eine Luxusyacht. Die höchste (bekannte) Transaktion, die jemals mit einer Centurion durchgeführt wurde, war ein ersteigertes Kunstwerk im Wert von über 170 Mio. US-Dollar. Da die Amex Centurion – wie jede American-Express-Karte – am Membership-Rewards-Programm teilnimmt, sammelte der Käufer mit dieser Transaktion entsprechend über 170 Mio. Membership Rewards-Punkte. Das entspricht – ja nach Einlösungsweg – Prämienpunkten im Gegenwert von ca. 1-2 Mio. US-Dollar.

Amex

siehe American Express

Amex Black Card

siehe American Express Centurion Card

Anbieter

siehe Kreditkartenanbieter

Aufladbare Kreditkarte

Anderer Begriff für Prepaid-Kreditkarte
Aufladbare Kreditkarte ist ein anderer Ausdruck für Prepaid-Kreditkarte. Zwischen einer „aufladbare Kreditkarte“ und einer „Prepaid-Kreditkarte“ gibt es keinen Unterscheid; beide Begriffe bezeichnen dieselbe Sache. (In Deutschland gibt es noch einen dritten Begriff, der manchmal verwendet wird: „Guthabenkreditkarte“.) Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie aufladbare Kreditkarten funktionieren, dann lesen Sie unseren Wiki-Eintrag Prepaid-Kreditkarte

Aufladen (einer Kreditkarte)

Erhöhung eines Kreditkarten-Saldos oder eines Prepaid-Kreditkarten-Guthabens
Das sogenannte Aufladen einer Kreditkarte bezeichnet die Erhöhung des Verfügungsrahmens oder des Prepaid-Guthabens durch eine Einzahlung, z.B. per Überweisung oder Lastschrift. Eine solche Aufladung wird manchmal auch als "Top-Up" bezeichnet. Dieser aus dem Englischen stammende Begriff lässt sich in etwa übersetzen mit "aufstocken" oder "nachfüllen" – speziell letzterer Ausdruck ist im Zusammenhang mit Kreditkarten auf amüsante Weise bildlich. Was genau aufgeladen wird, hängt von der Art der Kreditkarte ab, um die es sich handelt. Bei Prepaid-Kreditkarten wird das Guthaben aufgeladen (ähnlich wie das Guthaben eines Prepaid-Mobilfunkvertrags), bei Credit- oder Chargekarten wird der Kreditkartensaldo erhöht. (Bei Debit-Kreditkarten sind Aufladungen generell nicht möglich, da solche Karten nicht mit einem eigenen Kreditkartenkonto verknüpft sind, sondern Umsätze direkt von einem verknüpften Girokonto abgebucht werden.) Aufladung von Prepaid-Kreditkarten Prepaid-Kreditkarten funktionieren ähnlich wie Prepaid-Mobilfunkverträge: Mit einem Prepaid-Handy kann man nur dann Anrufe tätigen, wenn man vorher das Guthaben aufgeladen hat. Ist das Guthaben aufgebraucht, sind keine weiteren Telefonate mehr möglich. Ähnlich verhält es sich bei Prepaid-Kreditkarten: Erst nachdem das Guthaben der Kreditkarte ausreichend aufgeladen wurde, kann die Kreditkarte z.B. zum Bezahlen verwendet werden. Das Guthaben einer Prepaid-Kreditkarte wird üblicherweise per Überweisung aufgeladen. Der Inhaberin bzw. dem Inhaber der Karte wird bei der Karten-Bestellung eine spezielle Bankverbindung mitgeteilt. Überweist sie oder er einen Geldbetrag an diese Bankverbindung, so wird dieser Betrag dem Guthaben der Prepaid-Kreditkarte gutgeschrieben. Je nach Anbieter kann es dabei erforderlich sein, bei der Überweisung einen bestimmten Code (z.B. die eigene Kundennummer) im Überweisungsbetreff ("Verwendungszweck") anzugeben, damit das Guthaben der richtigen Kreditkarte zugeordnet wird. Bei anderen Anbietern hingegen bekommt jeder Kunde eine eigene Bankverbindung genannt, so dass keine spezielle Kennzeichnung im Verwendungszweck erforderlich ist. Wie es im Einzelfall geregelt ist, hängt ab vom Herausgeber der jeweiligen Prepaid-Kreditkarte. Aufladung von Credit- oder Charge-Kreditkarten Auch bei manchen Credit- und Chargekarten ist es möglich, Aufladungen vorzunehmen. Hier wird jedoch kein Guthaben aufgeladen, sondern die Aufladung zahlt auf den Kreditkartensaldo ein – der Verfügungsrahmen erhöht sich also entsprechend. Ein Beispiel: Annas Kreditkarte hat ein Limit von 1.000,- €. Sie hat diesen Monat insgesamt bereits für 400,- € mit der Karte bezahlt. Ihr verbliebender Verfügungsrahmen beträgt also noch 600,- €. Nächste Woche steht Annas Urlaub an. Sie fühlt sich nicht wohl dabei, mit nur noch 600,- € Verfügungsrahmen auf ihrer Kreditkarte in den Urlaub zu starten. Deshalb nimmt sie eine Aufladung vor ("Saldo Top-Up"). Sie überweist einen Aufladebetrag auf das Kartenkonto ihrer Kreditkarte, das ihre Bank, von der sie die Kreditkarte hat, ihr bei der Bestellung der Karte mitgeteilt hat. Anna überweist 1.000,- €, also 600,- € mehr, als sie überweisen müsste, um ihren Kreditkartensaldo auszugleichen und wieder ihr übliches Kartenlimit zu erreichen. Annas Kreditkartenkonto ist nun 600,- € im Plus. Zusammen mit ihrem üblichen Kreditkartenlimit von 1.000,- € hat sie nun Zugriff auf einen Verfügungsrahmen in Höhe von 1.600,- €. Damit fühlt sich Anna für den anstehenden Urlaub gut gerüstet. Ob Charge- und Credit-Kreditkarten ein unkompliziertes Aufladen des Kreditkarten-Saldos ermöglichen, erfahren Sie in unseren Kreditkarten-Tests immer im Bereich "Details & Daten" unter dem Eintrag "Saldo Top-Up". Zahlungsmethoden und Kosten von Aufladungen Manche Kreditkarten (sowohl Prepaid als auch Credit bzw. Charge) erlauben neben Überweisungen auch noch andere Wege, das Guthaben bzw. den Saldo aufzuladen. Typisch sind etwa das Auslösen einer Lastschrift oder (seltener) Aufladung durch Belastung einer anderen Kreditkarte. Aufladungen (zumindest per Überweisung) sollten idealerweise gebührenfrei sein. Bei anderen Zahlungsmethoden (z.B. bei Belastung einer anderen Kreditkarte) sind kleine, meist prozentuale Aufladegebühren nicht unüblich. Solche Gebühren bewegen sich oft im Bereich von ungefähr 2% des Aufladebetrags. Sonderfall Debit-Kreditkarten Debit-Kreditkarten können naturgemäß nicht aufgeladen werden. Denn Umsätze, die auf Debit-Karten anfallen, werden direkt dem verknüpften Girokonto belastet. Es gibt also kein Kreditkarten- oder Guthaben-Konto zwischen Karte und Girokonto, das man aufladen könnte.