Die Instabank ist eine 2016 gegründete Direktbank aus Norwegen. Sie bietet aktuell Finanzprodukte in den drei Ländern Norwegen, Finnland und Deutschland an.
In Deutschland gibt die Instabank die Instabank Kreditkarte heraus, eine gebührenfreie Stand-Alone-Kreditkarte ohne Kontobindung und mit einem speziellen Cashback-Programm namens 10% Club.
Hintergrund
Die Instabank (Hauptsitz: Oslo) wurde im Herbst 2016 als vollständig digitale, sogenannte "Challenger Bank" mit Schwerpunkt auf Finanzprodukte für Konsumenten gegründet.
Größter Investor (seit Gründung 24,9%) ist Kistefos, ein privater norwegischer Investmentfonds, der u.a. einen Investment-Schwerpunkt im Banken- und Finanzsektor hat (und auch eine Mehrheitsbeteiligung an der Advanzia Bank hält). Goldman Sachs Europe ist mit einem kleinen Anteil von 1,60% beteiligt.
Anders als einige andere Challenger Banken startete die Instabank in Norwegen von Anfang an mit eigener Banklizenz.
In Deutschland ist die Bank seit 2017 aktiv. Zusammen mit lokalen Vermittlungs-, Distributions- und Infrastrukturpartnern werden Einlageprodukte angeboten (Mietkautionskonto via SmartMiete; Tagesgeld via Raisin). Die Instabank Kreditkarte (seit Frühjahr 2025) ist das erste Produkt, das die Bank in Deutschland eigenständig betreibt.
Einlagensicherung bei der Instabank
Norwegen ist zwar kein EU-Mitglied, jedoch (als EFTA-Mitgliedsstaat) Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), wodurch das Land am EU-Binnenmarkt teilnimmt. Viele EU-Rechtsvorschriften müssen daher von Norwegen in nationales Recht übernommen werden, so auch das Regelwerk zur gesetzlichen europäischen Einlagensicherung.
Kundeneinlagen sind daher bei der Instabank wie bei jedem anderen EU-Bankinstitut gemäß dieser Vorgaben geschützt. Die europäische Absicherung wird von der norwegischen Einlagensicherung durchgeführt (Bankenes Sikringsfond) – vergleichbar mit der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) in Deutschland.
Gemäß EU-Vorgabe greift für Euro-Einlagen die übliche garantierte Absicherung in Höhe von bis zu 100.000,‑ € pro Person und Kreditinstitut.
Interessanter Nebeneffekt: Da die norwegische nationale Einlagensicherung die europäische Mindest-Vorgabe sogar deutlich überstiegt (2 Mio. NOK; entspricht derzeit ungefähr 170.000,‑ €), und da die Instabank aktuell in Deutschland direkt als norwegische Instabank ASA auftritt und nicht mit einer Zweigniederlassung arbeitet, dürften Einlagen – gemäß norwegischer Gesetzgebung – sogar deutlich höher abgesichert sein als nur über die europäische gesetzliche Einlagensicherung (ohne Gewähr).
