Kartennummer

Kurzdefinition: Eindeutige Nummer zur Identifikation einer Zahlungskarte, oft auf der Karte aufgedrucktAndere Bezeichnungen:DebitkartennummerKartenkonto-NummerKreditkartennummerPANPayment Card NumberPrimary Account Number

Die Vorderseite einer Commerzbank "business premium debit" Mastercard. Die (unkenntlich gemachte) Kartennummer in der Mitte der Karte ist rot eingekreist.
Bild: Kreditkarten123.de
Die (unkenntlich gemachte) Kartennummer einer Mastercard der Commerzbank in klassischer Hochprägung, im Bild rot eingekreist.

Die Kartennummer ist eine (meist 16-stellige) Nummer, die eine Zahlungskarte eindeutig identifiziert.

Die Kartennummer kann (muss aber nicht) auf der physischen Karte aufgedruckt sein:

  • Typischerweise ist (bzw. war) bei den meisten Kreditkarten die Kartennummer lange Zeit vorne auf der Karte aufgedruckt – oder auch als klassische Hochprägung in die Karte gestanzt. (Hochprägung ist ein Relikt aus der Zeit, in der Kreditkartenzahlungen auch analog per sog. "Kreditkarten-Imprinter" vorgenommen werden konnten.) Mittlerweile wird die Kartennummer immer seltener auf der Vorderseite der Karte abgedruckt. Der Grund: Zum einen wird die Kartennummer ohnehin digital und technisch z.B. per kontaktloser Übertragung (NFC) erfasst – für den Zahlungsvorgang hat eine lesbare Kartennummer somit keinen praktischen Nutzen mehr. Vielmehr stellt es ein vermeidbares, potenzielles Sicherheitsrisiko dar, die Nummer leicht lesbar auf der Karte wiederzugeben.
  • Heutzutage wird die Kartennummer daher mittlerweile oft weniger auffällig (häufig etwas kleiner) auf die Rückseite der Karte gedruckt.
  • Mehr und mehr Kreditkarten nennen die Kartennummer sogar überhaupt nicht mehr auf der physischen Karte – weder auf der Vorder- noch auf der Rückseite.

Die technische Bezeichnung der Kartennummer ist Primary Account Number (PAN) (oder Payment Card Number). Im Alltag wird sie jedoch meist einfach als Kartennummer bezeichnet. Bei klassischen (Credit-)Kreditkarten ist der etwas speziellere Begriff Kreditkartennummer üblich – er wird umgangssprachlich auch bei Debitkarten häufig verwendet, auch wenn hier freilich Debitkartennummer eigentlich der korrekte Ausdruck ist.

Aufbau der Kreditkartennummer

Die Struktur von Kartennummern ist standardisiert und folgt internationalen Regeln, die von der ISO/IEC 7812 definiert sind. Grundsätzlich erlaubt dieser Standard Nummern mit einer Länge von 13-19 Ziffern. Kreditkartennummern der meisten großen Anbieter sind heutzutage jedoch in der Regel genau 16 Ziffern lang (der einfacheren Lesbarkeit halber oft gruppiert dargestellt in vier Blöcken à vier Ziffern). Eine Ausnahme von dieser Regel ist (wie so oft) American Express – hier wird traditionell mit 15-stelligen Kreditkartennummern gearbeitet (übliche gruppierte Darstellung: 4er-Block, 6er-Block, 5er-Block).

Gemäß PAN-Standard sind Kreditkartennummern folgendermaßen aufgebaut:

  • Erste 6-8 Ziffern: Ein spezieller Code, an dem der Kreditkartenanbieter (z.B. Mastercard oder Visa), die herausgebende Bank, sowie teilweise auch die Region (d.h. das Land) erkennbar ist, in dem eine Kreditkarte herausgegeben wurde. Dieser erste Block wird allgemein Issuer Identification Number (IIN) genannt, oder – speziell im Bank- bzw. Kreditkartenbereich – auch Bank Identification Number (BIN).
  • Mittelteil: Alle Ziffern nach dem IIN-Block bis zur vorletzten Stelle stellen die individuelle Kontonummer der Karte dar. Es ist die Nummer des sogenannten Zahlungskontos, über das Kartenzahlungen abgewickelt werden (nicht zu verwechseln mit dem Referenz- bzw. Abrechnungskonto, also dem Girokonto, mit dem die Kreditkartenabrechnung beglichen wird) und wird vom Kreditkartenherausgeber vergeben.
  • Letzte Ziffer: Die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer, die aus den vorangegangen Ziffern mittels eines fest definierten Rechenwegs (dem sog. Luhn-Algorithmus) generiert wird. Der Luhn-Algorithmus ist nicht komplex, so dass nach Eingabe einer Kreditkartennummer (z.B. bei einem Zahlungsvorgang) sofort und ohne Aufwand geprüft werden kann, ob eine bestimmte Nummer eine zumindest technisch gültige Kreditkartennummer ist. Dies ist weniger eine Sicherheits-Funktion, sondern in erster Linie eine Methode, Tippfehler in Kreditkartennummern schnell und ziemlich zuverlässig automatisch zu erkennen.

Der IIN-Block war lange Zeit 6 Ziffern lang. Im Rahmen einer Erweiterung des Standards stellt die Zahlkartenindustrie derzeit auf 8-stellige IINs um. Dennoch soll es bei den großen Anbietern bei der Gesamtlänge von Kartennummern mit 16 Ziffern bleiben (bzw. 15 bei American Express). Es stehen nach der Umstellung nun einfach zwei Ziffern weniger für den Kontonummernteil der Kartennummer zur Verfügung.

Kreditkartennummer als Teil der Kartendaten

Die Kreditkartennummer stellt zusammen mit dem Namen des Karteninhabers bzw. der Karteninhaberin, dem Ablaufdatum der Kreditkarte und der Kartenprüfnummer (CVC) die Kreditkartendaten einer Kreditkarte dar.