Unter dem Markennamen Zinia bietet die Openbank in Deutschland und anderen Ländern bestimmte Banking- und Finanzdienstleistungen an.
Banking-bezogene Dienstleistungen von Zinia werden technisch von der Openbank als Finanzinstitution bereitgestellt; die Openbank wiederum gehört zur Santander-Gruppe.
Zinia ist bisher in Spanien, Deutschland und den Niederlanden aktiv und bezeichnet sich selbst als "Zahlungs- und Finanzierungs-Plattform". Die Marke wird manchmal auch "zinia" oder "ZINIA" geschrieben, teilweise mit dem Zusatz "Zinia by Santander".
Was hat Zinia mit der Amazon Visa Kreditkarte zu tun?
Die Amazon Visa Kreditkarte ist eine sogenannte Co-Branding-Karte. Das bedeutet: Sie wird unter der Marke "Amazon" vertrieben. Da Amazon selbst aber keine Bank ist, ist das Unternehmen zur Herausgabe einer Kreditkarte auf ein Finanzinstitut als Kooperationspartner angewiesen.
Diese Rolle übernimmt bei der Amazon Visa die Openbank. Sie stellt die Kreditkarten-App zur Verfügung, übernimmt die Kundenkommunikation bei Service-Anfragen zur Kreditkarte, und wickelt die eigentlichen Kreditkarten-Dienstleistungen rund um die Karte bzw. um Zahlungsvorgänge ab.
Die Openbank (bzw. Santander) hat sich entschieden, diese Dienstleistungen in Deutschland unter dem Markennamen Zinia (bzw. "Zinia by Santander") zu erbringen. Daher taucht die Marke Zinia regelmäßig auf, wenn man eine Amazon Visa beantragt – zum Beispiel in der App oder bei der Kommunikation mit dem Kundenservice.
Hintergrund dieser Entscheidung dürfte es sein, dass Santander Zinia als Zahlungsplattform mit Finanzierungs-Optionen, z.B. BNPL ("Buy Now, Pay Later"), in Europa etablieren möchte. Die Verwendung der Marke im Zusammenhang mit der Amazon Visa wird hierfür mutmaßlich als strategisch nützlich für die Markenbekanntheit eingeschätzt.
